Talk im StadtPalais

Unsere Veranstaltungsreihe geht weiter!

Die Reihe „Talk im StadtPalais – Lebenslinien im Zeitenwandel“ widmet sich bereits seit 2018 prägenden Entwicklungen in Wissenschaft und Gesellschaft. Beim nächsten Talk richtet die Stuttgarter MAHLE-STIFTUNG in Kooperation mit dem StadtPalais – Museum für Stuttgart den Blick auf das Europa unserer Zukunft.

Montag, 17.05.2021

Wie sieht das Europa unserer Zukunft aus?

Um die Zukunft Europas geht es beim nächsten „Talk im StadtPalais“ am 17. Mai 2021 um 18 Uhr. SWR- und 3sat-Moderator Markus Brock spricht im Livestream über das Thema mit Günther H. Oettinger, ehemaliger EU-Kommissar und Ministerpräsident a.D.

Europa steht nicht nur politisch und ökonomisch vor großen Herausforderungen. Auf den Klimawandel und den Einzug Künstlicher Intelligenz in eine zunehmend digitalisierte Arbeits- und Alltagswelt der Menschen muss so rasch wie möglich reagiert werden, und die derzeitigen  machtpolitischen Konstellationen außerhalb Europas erfordern eine geeinte europäische Stimme.

Eine Pandemie bedroht seit über einem Jahr nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern wird nicht abschätzbare Folgen für Wirtschaft und Wohlstand europa- wie weltweit haben. Werden sich die europäischen Mitgliedstaaten zusammenfinden, um gemeinsam einer sicheren und friedlichen, von humanen und demokratischen Werten geprägten Zukunft entgegenzugehen?

Der ehemalige EU-Kommissar Günther H. Oettinger wird im Gespräch mit Markus Brock ganz aktuell sein Bild von der Zukunft Europas entwerfen. Herr Oettinger ist auch Schirmherr der Vortragsreihe.

Das Gespräch können Sie hier anschauen.

 


Vorträge in unserer Mediathek

Montag, 26.04.2021
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz: Neue Normalität in der Arbeitswelt
Prof. Dr. Jutta Rump, Institut für Beschäftigung und Employability

zum Inhalt:
Schon lange vor der Corona-Krise und dem Trend zum „Homeoffice“ hat die Digitalisierung in vielfältiger Weise Einzug in unsere Arbeitswelt gehalten und den Menschen neue Arbeitsformen abverlangt. Durch die Pandemie werden bestehende Trends nur beschleunigt.
Diese sind schneller als gedacht zur „Neuen Normalität“ geworden und stellen drängende Fragen zu den Auswirkungen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf den Wert und die Gestaltung menschlicher Arbeit. Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Und was? Und: werden wir noch genug Arbeit für alle haben? Welche Bedeutung haben diese Transformationen für Arbeitsorganisation, Unternehmenskultur und Personalpolitik eines Unternehmens?

Montag, 12.04.2021
Bildung als Kompetenz im Umgang mit Unsicherheiten
Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Präsident der Universität Passau 

zum Inhalt:
Für was und wie verschafft man sich eigentlich Bildung? Dieser sehr deutsche Begriff steht gleichermaßen für ein Konzept bzw. ein Ziel und einen Prozess. Er verweist auf eine gelingende Entwicklung der Person und ist zugleich mit dem Zusammenwirken von „Ich und Welt“ verknüpft. So sind Welt- und Selbstentwicklung rückbezügliche Prozesse. Es ist uns kaum mehr möglich hier von einer durchweg harmonischen Angelegenheit auszugehen. Vielmehr sehen wir die Weltentwicklung und die individuellen Lebensläufe von Brüchen, Konflikten und Risiken geprägt. Gelingende Entwicklung der Person muss daher als Befähigung zum erfolgreichen Umgang mit Unsicherheiten angelegt sein. Wenn man Befähigung als Kompetenz fassen möchte kann man kurz sagen: Bildung ist Kompetenz im Umgang mit Unsicherheit. Aber was bedeutet dies hinsichtlich der Anforderungen an Bildung in unserer Zeit genau? Was ist als Herausforderung für die Hochschulbildung zu bedenken? Welchen Rahmen bieten die großen Trends wie Klimawandel und Digitalisierung für individuelle und gesellschaftliche Bildungsprozesse? Mehr dazu erfahren Sie in unserem Talk.


08. März 2021, 18 Uhr
Psyche 3.0 – um das neue Denken und Fühlen in exponierten Zeiten

Prof. Dr. Thomas Druyen, Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement, Sigmund Freud Privat Universität Wien

zum Inhalt:
Prof. Druyen führt seit vielen Jahren Gespräche und Interviews über die Zukunft des Menschen. Dazu hat sein Institut einen Zukunftskompass entwickelt, der ausschließlich das Leben in zehn oder fünfzehn Jahren antizipiert. Es geht darum, die Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte der Bürger:innen zu erfragen. Die Ergebnisse dieses Gedankenaustausches und der dazugehörigen Studien stehen im Mittelpunkt des Talks. Prof. Druyen schildert seinen Eindruck, dass sich die Psyche des Menschen verwandelt wie nie zuvor.


08. Februar 2021
Welches Denken führt in die Zukunft? Erneuerung unseres gesellschaftlichen Denkens und Handelns
Prof. Dr. Harald Schwaetzer, Philosophisches Seminar an der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte

Zum Inhalt:
Unsere Gegenwart befindet sich in einem grundlegenden Wandel - mit großen Chancen und neuen Möglichkeiten, aber auch mit Risiken und Problemen. Die große Tradition der schwäbischen Intellektuellen um 1800 hat uns gelehrt, dass Philosophie als Bezug zum Geistigen der Schlüssel von Kultur und Technik, überhaupt einer gelingenden Lebensgestaltung ist. Wie können wir 200 Jahre später diese Anregungen aufgreifen und so verwandeln, dass sie neue Relevanz und Kraft gewinnen für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft?


18. Januar 2021
Stuttgart als Hochburg des medizinischen Pluralismus im 20. Jahrhundert:
Schulmedizin, Anthroposophischer Medizin und Homöopathie
Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Robert Jütte, Leiter i. R. des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung

Zum Inhalt:
Unterschiedliche Richtungen in der Medizin haben in Stuttgart eine lange Tradition. Das 1828 gegründete städtische Katharinenhospital war um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ein über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes modernes Krankenhaus, in dem auf dem Gebiet der Medizin erbracht wurden. Das erste anthroposophische Krankenhaus, an dem noch Rudolf Steiner persönlich wichtige Impulse setzte und in dem sich auch ein innovatives Forschungslaboratorium befand, stand auf der Gänsheide in Stuttgart. An diese Tradition knüpft heute Filderklinik an. Das Stuttgarter Homöopathische Krankenhaus, das seine Entstehung dem württembergischen Industriellen Robert Bosch verdankt, war um die Mitte des 20. Jahrhunderts eine der bedeutendsten homöopathischen Kliniken in Europa.

 


17. Dezember 2020
Juden in Stuttgart – einst und heute. Fortsetzung einer Tradition oder Neubeginn?
Dr. h.c. Joel Berger, Landesrabbiner von Württemberg a. D.


Zum Inhalt:
Die Spurensuche zur Geschichte des Judentums und der Juden in Stuttgart mit dem langjährigen Landesrabbiner von Württemberg, Dr. Joel Berger, beleuchtet jüdisches Leben in unserer Stadt. Behandelt werden besondere Persönlichkeiten und der Einfluss von Stuttgarter Juden auf das geistige, kulturelle, wirtschaftliche wie soziale Leben in früheren Jahrhunderten bis zur Vertreibung und Zerstörung im Nationalsozialismus. Im Fokus steht die Wiederkehr jüdischer Religion und Kultur nach dem zweiten Weltkrieg und die Impulse, die von der jüdischen Gemeinde in die Stadtgesellschaft von heute ausgehen.