Kindergesundheit heute

Im September 2014 fand zum ersten Mal der interdisziplinäre Kongress „Kindergesundheit heute“ statt. Ärzte, Therapeuten, Pädagogen und Eltern diskutieren dort über das Zusammenspiel zwischen Schul- und Komplementärmedizin in der Therapie und Begleitung von Kindern.

Kinderärzte schlagen regelmäßig Alarm, dass immer mehr Kinder und Jugendliche an chronischen Störungen oder Erkrankungen leiden. Auch Verhaltensauffälligkeiten wie die vielfach diskutierten Aufmerksamkeitsstörungen treten immer häufiger auf. Die Ursachen für diese Störungen und Erkrankungen sind sehr komplex und erfordern eine bessere Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Therapeuten, Pädagogen und dem familiären Umfeld. Der von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) und dem Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) initiierte Kongress „Kindergesundheit heute“ ist eine Plattform, um die verschiedenen Perspektiven für gesundes Aufwachsen kennenzulernen.

Die gesundheitliche Situation von Kindern in Deutschland hat sich verändert. Während akute Infektionskrankheiten mittlerweile oft erfolgreich behandelt werden können, treten heute chronische Störungen und Erkrankungen in den Vordergrund. Allergien und frühkindliche Diabetes sind häufiger geworden und bereits im Schulalter beklagen sich viele Kinder über Bauch-, Kopf- und Rückenschmerzen. 

Wie lassen sich diese komplexen Krankheitsbilder und Beschwerden sinnvoll behandeln und begleiten? Wie können sich Kinder und Jugendliche gesund entwickeln? Der Kongress „Kindergesundheit heute“, der am 27. und 28. September 2014 in Stuttgart erstmalig stattfand, fokussiert sich auf das Zusammenspiel von Erziehung, Lebensstil und familiären Strukturen: Ärzte, Therapeuten, Pädagogen und Eltern diskutieren darüber, was Kinder und Jugendliche heute brauchen und wie sie sinnvoll begleitet werden können. Grundlegender Ansatz der Tagung war es, Schul- und Komplementärmedizin im Sinne eines integrativen Therapieverständnisses sinnvoll miteinander zu verknüpfen. In zahlreichen Foren zu den Leitmotiven „Eltern-Kind-Bindung“, „Aufmerksamkeit“ und „Schmerz“ diskutierten Experten, Eltern und Publikum über gemeinsame neue Wege in der Therapie und Begleitung von Kindern und Jugendlichen.